Redebeitrag Max Girrbach Gemeinderatssitzung 28. Juli 2020 - TOP 2 Weihnachtsmarkt

Liebe Anwesende,


Im letzten WKV hat sich gezeigt, dass noch einiges an Informations- Diskussionsbedarf besteht.

Nur wenige Stimmen sprachen sich überhaupt gegen einen Weihnachtsmarkt aus, auf das Wie konnten wir uns jedoch nicht einigen.


Darum an dieser Stelle noch einmal unser Dank an die Stadtverwaltung, welche uns in der Sitzung sowie im Nachgang reichhaltig mit Information versorgte.


Beide Vorschläge haben ihren Reiz, beide Konzept zeigen mit welcher Kreativität und Pragmatik TourismusUndEvent uns auch unter schwerstmöglichen Bedingungen eine Lösung präsentieren wollen.


Die Ausrichtung im Blüba bringt einen ganz eigenen Zauber mit sich, und der Marke Barock Weihnachtsmarkt würde es sicherlich alle Ehre machen.

Dort könnten wir eine Weihnachtsmesse abhalten, welche annähernd das selbe Angebot wie gewohnt bietet.

Wir müssten jedoch auch eine deutliches Mehr an Risiko tragen. Schließlich ist die Location nicht alt bewährt, und würde deutliche Mehrkosten mit sich bringen.


Soviel, dass wir für ein ausgeglichenes Ergebnis auch noch Eintritt verlangen müssten. Wer weiß, ob wir damit nicht die Besucher vergraulen?

Besucher die wir aber benötigen um unsre Kosten zu decken!


Obwohl die Veranstaltung im Blüba, bei glücklichem Verlauf der Pandemie, leichter erweitert werden könnte, so wären wir doch auf einen Zeitraum von nur 16 Tagen beschränkt.


Und aller Romantik zum Trotz, wollen wir zu Bedenken geben, dass das Gelände an Schloss und Blüba, mit seinem Kopfsteinpflaster, Schotter und Rampen, sowie den wohl benötigten Kabelkanälen kein Vorreiter der Inklussion ist!

Da bereitet der Marktplatz für eingeschränkte Mitbürger weit weniger Probleme, auch wenn Barrierefreiheit in Ludwigsburg noch lange nicht zu Ende gedacht ist.


Auf dem Marktplatz bietet die Weihnachtsmeile aber auch großes Potenzial zur Synergie mit der angrenzenden Gastronomie und Einzelhandel, das Schloss ist doch vergleichsweise abgelegen.


Auf dem Marktplatz mag die Veranstaltung kleiner ausfallen, wir glauben jedoch, dass diese so mit deutlich geringerem Risiko Kostenrisiko abzuhalten ist.

Außerdem läd der Kostenfreien Eintritt viel eher dazu ein einmal vorbei zuschneien.

Die Grüne Fraktion wird daher Mehrheitlich für eine Variante auf dem Marktplatz aussprechen.

Und natürlich gehört dazu eine entsprechende Beleuchtung. Auch wenn diese nicht in ihrer ganzen Pracht darzustellen ist, so hoffen wir doch auf eine Atmosphäre der  weihnachtlichen  Hoffnung.

Nach den Monaten des Darben verspricht der Weihnachtsmark ein klein wenig Beständigkeit in dieser turbulenten Zeit.

Es gilt jedoch auch eine zweite Welle zu vermeiden, also Durch- und Abstand zu halten.


Vielleicht wird es dann sogar möglich sein den Weihnachtsmarkt in die Seitenstraßen ein wenig zu erweitern, man darf ja hoffen.


Zugleich fordern wir die Verwaltung auf mit dem selben Engagement ein Konzept für den Wochenmarkt zu entwickeln.

Denn wir wollen unsere Marktbeschicker nicht einfach nur beiseite schieben. Schließlich sind diese mindestens so bedeutend wie der Weihnachtsmarkt selbst für des Lebensgefühl in dieser Stadt.

 


- Max Girrbach, 28. Juli 2020