Oßweil

Quo vadis Oßweil?

Am 26.11.2017 fand in der Mehrzweckhalle in Oßweil eine Stadtteilkonferenz statt, in der wichtige Themen zur zukünftigen Entwicklung des Stadtteiles in den räumlichen, wirtschaftlichen, sozialen, technischen Bereichen von der Stadtverwaltung präsentiert wurden. Die Konferenz war, aus unserer Sicht, ein Erfolg – gut organisiert, perfekt durchgeführt unter Regie von Herrn Oberbürgermeister Spec und der Stadtteilbeauftragten Frau Ritter. Bunte, große, thematische Stände waren in der Halle nach dem Prinzip der Aktualität aufgestellt. Dort konnte man sich ausführlich visuell informieren und außerdem Informationen bei hoch kompetenten Mitarbeitern der Stadt bekommen . Bürgerbeteiligung war gefragt und erwünscht. Man konnte eigene Ideen, Vorschläge, Kommentare auf kleinen bunten Zetteln an den Ständen anbringen. Dieses Forum als Begegnungsort zwischen Bürgern, Bewohner der Stadt und der Stadtverwaltung ist ein sehr wichtiges, demokratisches Instrument für eine ausgewogene, zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung der Stadt.

Nachhaltigkeit – ein Zauberwort der Moderne. Alle Themen in dieser Konferenz standen im Zeichen der Nachhaltigkeit: Bau der Mehrzweckhalle, die Sanierung der August-Lämmle-Schule und des Ortskerns, neue Verkehrskonzepte, Energieprojekte, Begrünung der Stadt. All das bedeutet Nachhaltigkeit fürs Leben, für Menschen, für die Zukunft Oßweils. Dies alles ist notwendig und es ist gut, aber Nachhaltigkeit ist mehr als das!!!

Nachhaltigkeit ist auch Förderung der Alternativen, Kreativität, neuer Strategien, neuer Lebens-, Arbeits-, Verbraucher- und Mobilitätsformen, die uns, unsere Kinder in Einklang mit unseren Mitmenschen, mit der Natur, mit uns Selbst bringen. Die alte Formel – man braucht nur einen guten Arbeitsplatz, Einkommen, gute Infrastruktur - funktioniert nicht mehr. Der Mensch ist reifer, kluger geworden. Geld, Effizienz, Beschleunigung des Alltags machen Menschen nicht glücklicher, im Gegenteil – sie bringen mehr Stress, Burn out, Depressionen, soziale Isolierung, Einsamkeit. Sie ruinieren unsere Umwelt, unsere Gesundheit und unsere Verhältnisse zueinander. Deshalb ist es auch notwendig, neue Lebensstile zu fördern, in denen man weniger Stress, Angst vor der Zukunft, Konkurrenzkampf, Krisen aller Art erlebt. Man könnte dadurch die Lebensfreude, Solidarität der Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Liebe, Teilhabe, Muse finden. Staat und Wirtschaft tragen Verantwortung solche alternativen Strategien anzubieten!

Was macht Oßweil in Zukunft lebenswert?

Die Menschen sollen sich begegnen können, miteinander den Stadtteil erfahren und ihn gestalten. Das fördert den Gemeinsinn, die Integration und die Lebensqualität. Etwas gemeinsam gestalten macht Lust auf mehr, schafft Identität, trägt zu mehr Lebensqualität und Wohlbefinden bei.

Zahlreiche private Initiativen wie z.B. das Urban Gardening an der Paulus Kirche, die Repair-Cafés in den Stadtteilen, Tauschzirkel, das Café International und das NachbarNetz zeigen, dass Menschen ihren Alltag anders gestalten und das Miteinander stärken wollen. Außerdem ist der Nachhaltigkeitsfaktor nicht zu unterschätzen. Wer mit anderen teilt, spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.

Die Stadtverwaltung sollte in den Konferenzen Ideengeber sein, Projekte vorstellen, aus gewohnten Denkmustern ausbrechen, eigene Standpunkte hinterfragen. Mit gutem Beispiel vorangehen, schafft die Möglichkeit, mutig neue Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig kann man öffentlich-private Allianzen schmieden, wichtige Grundlagen für das Zusammenleben.

In diesem Sinne wünschen wir, dass bei solchen Konferenzen auch diese Themen ins Blickfeld geraten und frühzeitig diskutiert werden.


Global, innovativ, zukunftsperspektivisch denken - lokal handeln!!!!


Marianne Landig und Juri Kovalev

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Vorbereitende Untersuchungen für das Sanierungsgebiet Oßweil

Am 22.2.2017 wurde im Gemeinderat die vorbereitende Untersuchung einstimmig beschlossen. Für das geplante Sanierungsgebiet „Oßweil-Ost“ mit den Teilgebieten Ortskern Oßweil und südliches Stadionquartier Ost wird im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung für die Stadtteile untersucht.

Bereits 2013 hat die Fraktion der Grünen einen Antrag zum Sanierungsgebiet Oßweil gestellt (154/13). Die Grünen sind immer wieder ihrer Zeit weit voraus…

Mit der vorbereitenden Untersuchung „...werden die notwendigen Beurteilungsgrundlagen über die Notwendigkeit der Sanierung, die strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge, sowie die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer, Mieter und Pächter im Untersuchungsbereich erhoben...“

75000 Euro lässt sich die Stadt die Untersuchung kosten für das Gebiet in der Größe von 51 ha. Die Mehrzweckhalle ist übrigens inklusive. Im Oktober soll ein Aufnahmeantrag für ein geeignetes Stadterneuerungsprogramm gestellt werden.

Weitere Anträge der Grünen regen den Rückbau und konsequente Begrünung der Fellbacher und Mühlhäuser Straße an und werden hoffentlich in die Neuordnung miteinbezogen.

Ihre Ansprechpartner für Oßweil

im Stadtteilausschuss: 

Marianne Landig, Tel. 07141/929286, marianne.landig@gmail.com 

und

Juri Kovalev,
yykowaljow@gmail.com

 

im Gemeinderat: 

Elfriede Steinwand, Tel. 07141/5051800, e.steinwand-hebenstreit@gr.ludwigsburg.de